
Wiegand, Leib und Heidari bei den Hessischen Mehrkampfmeisterschaften in Heide
Wiegand, Leib und Heidari bei den Hessischen Mehrkampfmeisterschaften in Heide
In der schleswig-holsteinischen Heide fanden am Wochenende (19.+20. September 2026) die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften statt, wo knapp 700 Teilnehmer:innen in insgesamt 65 Wettkämpfen ab der Altersklasse 12/13 an den Start gingen und ihre Vielseitigkeit bewiesen. Rund 125 Athletinnen und Athleten starteten im Jahnkampf, der aus Turnen, Leichtathletik und Schwimmen besteht. Mehr als 230 Sportler*innen stellten sich der Herausforderung des Deutschen Mehrkampfes, der aus Turnen und Leichtathletik besteht. Im Leichtathletischen Fünfkampf waren über 220 Sportler:innen dabei, die einen Mix aus Sprint, Mittelstrecke, Weitsprung, Kugelstoßen und Schleuderball absolvierten. 90 Teilnehmende stellten sich den Anforderungen des Schwimm-Fünfkampfes (drei verschiede Schwimmstil-Strecken, Tauchen auf Zeit und Kunstspringen). Auch drei Mittelhessen waren bei den Meisterschaften dabei. Mit Platzierungen unter den Top zehn kehrten sie erfolgreich zurück.
Im Deutschen Sechskampf (Turnen und Leichtathletik) der Altersklasse M14/15 bewies Arthur Wiegand vom TSV Odenhausen/Lahn seine Mehrkampfstärke. Nach dem 100-Meter-Sprint zu Beginn lag die Konkurrenz noch überwiegend gleich auf, die Sportler kamen eng beieinander über die Ziellinie. Auch im Weitsprung, wo der Odenhausener tolle 4,89 Meter sprang, landeten die Athleten dicht beisammen in der Sandgrube. Im Kugelstoßen konnten sich die späteren Erstplatzierten dann einen Vorsprung erarbeiten. Doch auch Wiegand erreichte in dieser Disziplin wertvolle 9,48 Meter. Im anschließenden turnerischen Teil des Mehrkampfes gelang Wiegand die zweithöchste Tagesnote (12,20 Punkte) am Boden und startete somit gut in den turnerischen Wettkampfteil. Sein Vortrag am Barren wurde mit der drittbesten Wertung (11,30 Punkte) belohnt. Das Reck erwies sich an diesem Tag bei einigen als der wahre Endgegner. So auch bei dem Odenhausener, der seine Übung nicht wie geplant durchbringen konnte und einige Abzüge in Kauf nahm. Am Ende freute sich Wiegand bei einem starken Teilnehmerfeld über einen großartigen Rang sechs.

Je drei Disziplinen Turnen, Leichtathletik und Schwimmen standen für Katja Leib vom TSV Krofdorf-Gleiberg im Jahn-Neunkampf der Altersklasse 30+ auf dem Programm. Der Wettkampf startete in der Turnhalle. Nach wertvollen 10,20 Punkten am Sprung, brachte Leib am Stufenbarren (12,10 Punkte) und am Boden (12,45 Punkte) ihre Übungen sehr gut durch, leistete sich keine nennenswerten Abzüge und blickte sehr zufrieden auf den kommenden leichtathletischen Teil. Hier war die Konkurrenz eindeutig stärker. Am späten Nachmittag waren noch die Schwimm-Disziplinen zu absolvieren. Nach zwei Sprüngen vom Ein-Meter-Brett, die Leib gut ins Wasser brachte, holte die Krofdorferin gute Punkte im 25-Meter-Tauchen (10,45 Punkte) und schlug beim abschließenden 100-Meter-Schwimmen als erste an, was 10,05 Punkte einbrachte. Nach einem langen, aber tollem Wettkampftag erreichte Leib den dritten Podestplatz.

Für Vereinskollege Benjamin Heidari war bereits die Qualifikation für diese Meisterschaften eine Überraschung. Motiviert startete der Turner der AK 12/13 vom TSV Krofdorf-Gleiberg in den Leichtathletischen Fünfkampf mit dem Kugelstoßen, auch wenn es in Strömen regnete. Mit 9,41 Metern war Heidari in der Spitzengruppe mit dabei, doch wollte er gerne an seine Leistungen in der Qualifikation anknüpfen. Den Weitsprung meisterte der Krofdorfer im Anschluss gut, brachte 4,60 Meter in die Grube und lag damit weiterhin in der Spitzengruppe und holte hier seine meisten Zähler. Die Ziellinie beim 75-Meter-Sprint erreichte Heidari nach 10,87 Sekunden, was erneut wertvolle Punkte brachte. Ein Wurf von 29,91 Metern mit dem Schleuderball bescherten die nächsten Punkte. Zum Abschluss wartete noch der 1.000-Meter-Lauf, wo Heidari noch einmal seine Vielseitigkeit bewies und als Fünfter die Ziellinie überquerte. Es blieb spannend für das Endergebnis. Überglücklich nahm der Krofdorfer am Ende seine Urkunde für Rang sechs entgegen.